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03/05 - 100 neue Lehrkräfte

Seitenabschnitte:
Es geht los: Aktion am 17. März„Wir lassen uns nicht weiter auspressen“
Mehr Arbeit, weniger Geld, reduzierte Mitsprache
Ankündigungen

Es geht los: Aktion am 17. März„Wir lassen uns nicht weiter auspressen“

Zentrale Aussagen:
Statt den arbeitenden KollegInnen „mehr Arbeit, weniger Geld und eine reduzierte Mitsprache“ zuzumuten, fordern wir 100 neue Lehrkräfte jährlich einzustellen. Nur umfangreiche Neueinstellungen sichern ein zukunftsorien-tiertes Bildungsangebot für Bremerhaven.

Ablauf der Aktion am 17. März:
12.00 Uhr - Abmarsch Haupteingang Stadthalle
Laufweg:
M.-Schwoon-Str. - Hafenstr. - H.-Schmalfeldt Str.

ca. 12.30 Uhr Kundgebung: vor dem Haupteingang der Stadtverwaltung mit




  • Karsten Behrenwald,
    Vorsitzender des DGB Bremerhaven
  • Bernd Winkelmann
    Vorstandssprecher der GEW

Mehr Arbeit, weniger Geld, reduzierte Mitsprache

Die Menschen in- und außerhalb von Schulen werden durch das ständige Gerede über Qualitätsentwicklung und –sicherung nur noch verhöhnt.

In dem Koalitionspapier von vergangenem Wochenende werden alle Kürzungsideen der letzten Jahre nochmals zusammengefasst: Diese Vorschläge eint, dass sie im Hinblick auf die tatsächliche Verschuldung des Bundeslandes Bremen nur eine geringe Wirkung erzielen, wohl aber einen „Entmotivationsschub“ der Beschäftigten bewirken. Die „Sanierungspolitik“ ist gescheitert. Die Kosten tragen sollen die Einwohner und die Mitarbeiter des Öffentlichen Dienstes.

Hier eine Auswahl der „neuen Qualität“ der Kürzungspolitik:

  • Planmäßige Absenkung des Personals jetzt auch im Schulbereich
  • Absenkung der Eingangsbesoldung in Primar und Sek. I auf A12
  • Aufstockung der Pflichtstunden in Fächern mit reduziertem Aufwand an Vor- und Nachbereitung“
  • Teilweise Aufhebung der Altersermäßigung der Pflichtstunden
  • Verstärkte Einbeziehung anderer Berufsqualifikationen im Unterricht
  • Weniger Funktionsstellen an Schulen
  • Erhöhung der Wochenstunden (abhängig von einer allgemeinen Arbeitszeiterhöhung)
  • 1 € Kräfte im Service-Bereich von Schule
  • Kein Weihnachtsgeld mehr ab 2006
  • Einschränkung des Personalvertretungsrechts und weniger Freistellungen für Personalräte
  • Verhandlungen mit Niedersachsen zur Kooperation in der Lehrerausbildung
  • Abschaffung der Lehrmittelfreiheit

Die führenden Politiker der Koalition – und das ist wirklich der blanke Hohn – versuchen der Bevölkerung weis zu machen, dass durch die verordnete „Diät“ ihre Politik der einzige Weg zum „Erfolg“ darstelle. Wir wissen, wem diese Art von „Steuerung“ nutzt. Meldungen über Unternehmensgewinne bei gleichzeitiger Verarmung sind ja noch verfügbar. Mehrere 100 Seiten im Armutsbericht der Bundesregierung legen davon Zeugnis ab.


Die führenden Politiker des Bildungsbereiches – auch diese „Argumentationslinie“ ist um nichts besser, versucht der Bevölkerung einzureden, dass trotz der neuen Kürzungsrunde die Qualität der Bildung weiter verbessert wird. Ihre Rechnung: mit einer geringeren Zahl überbeanspruchter Lehrer/innen eine „bessere“ Schule zu machen, wenn nur die Gesetze und Verordnungen stimmen, wird nicht aufgehen.


Der Widerstand hat begonnen (s. Winteraktivitäten in der Grundschule); er wird jetzt fortgesetzt. Fixtermine sind die nächsten drei Bürgerschaftssitzungen:

Fest steht nach Beschluss der Personalversammlung vom 2.03.05:

17. März:
Aktionstag
(siehe Extrazettel)
 
20. April: Festlegung und inhaltliche Ausgestaltung des Tages auf der Mitgliederversammlung am 6. April.
12. Mai (14 Tage vor Verabschiedung des neuen Schulgesetzes)
geplant:

Große Bildungsdemonstration in Bremen,
u.a. einschließlich der Universität
 


Die Aktivitäten nach den Osterferien werden beraten und vorbereitet am

Mittwoch, d. 6. April, 16.30 Uhr auf einer Mitgliederversammlung.

Tagesordnung:

  1. Änderung des Bremischen Schul(verwaltungs-)gesetzes:
    Demokratische oder autoritäre Schulverfassung
  2. Arbeitszeit und Arbeitsbelastungen
    Neue „Initiativen“ der senatorischen Behörde zur Änderung des Lehrerarbeitsaufteilungsgesetzes hinsichtlich verbindlicher Präsenzzeiten und verpflichtender Fortbildung - Gegenwehr der GEW
  3. Tarifrunde 2005: Weitere Gehaltskürzungen?
  4. Verschiedenes

Gegen die Änderung des Bremischen Schulgesetzes haben sich mittlerweile mehr als 70 Schulleitungen in Bremen und Bremerhaven in einer ausführlichen Resolution ausgesprochen.

Die Schul- und Gesamtkonferenzen sind aufgefordert, ebenfalls ihren Protest zu verabschieden und schriftlich an den Magistrat bzw. Senator für Bildung (mit Durchschlag an uns) zu senden.

Beiliegende Resolution bildet eine Orientierungshilfe. (siehe Anlage)

Ankündigungen

26. Pädagogische Woche von LFI und GEW
In der 10. Kalenderwoche vom 07. – 11.März 2005

Junge GEW: 10. März, 19.30 Uhr
Treffen bei Ruth Tschentscher
(Anmelden bis 8. März bei Ruth oder Silke)

Ostermarsch - 26. März
(siehe Tageskalender)

MITGLIEDERVERSAMMLUNG: 06. April, 16.30 Uhr
„Kultursaal“ der Arbeitnehmerkammer

Arbeitskreis Weiterbildung: 04. April, 17.00 Uhr
GEW-Büro

Initiative „BremerhavenerInnen für Kinder und Jugendliche“
GEW-Büro - 21. April, 17.00 Uhr

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