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07a/06 - Erfolg bei LehrerInnenversorgung

Beschluss der Stadtverordnetenversammlung ist ein Erfolg


In der vergangenen Woche beschloss die Stadtverordnetenversammlung einen SPD-/CDU-Antrag zur „verbesserten Lehrerversorgung in Bremerhaven“. Das monatelange Bemühen des PR Schulen, des ZEB und der GEW zeigte Wirkung. Die Stadtverordnetenversammlung hat erstmalig die tatsächliche Situation in den Schulen anerkannt. Deutlich wird: Die derzeitige Ausstattung der Schulen mit Lehrkräften ist nicht ausreichend. Die GEW sieht sich in ihrer Auffassung bestätigt, 100 neue Lehrkräfte jährlich einzufordern.

Bemerkenswert ist nicht nur, dass sich viele unserer Argumente in dem Papier wiederfinden (Altersverteilung, erwartete Eintritte in den Ruhestand, Krankenreserve, Sozialstruktur). Ebenso markant ist der hergestellte Zusammenhang, dass die Summe der Aufgabenzuweisungen an Lehrkräfte mit der vorhandenen Personalausstattung nicht mehr abgeleistet werden kann. Aus der damit anerkannten Zusatzbelastung der Lehrkräfte müssen selbstverständlich Konsequenzen folgen. Die GEW fordert des-halb die demokratischen Parteien zu einem geschlossenen Vorgehen gegenüber der Landesregierung auf. Dem Papier müssen Taten folgen.

Im Folgenden dokumentieren wir den ersten Teil des Antragstextes.

„Die Stadtverordnetenversammlung fordert den Magistrat und den Schuldezernenten auf, in Verhandlungen mit dem Senator für Bildung und der Landesregierung auf eine den heutigen Schulproblemen und Lehrer-Aufgabenzuweisungen sowie der Personalsituation der kommenden Jahre wirklich entsprechende höhere jährliche Lehrer-Einstellungsquote zu drängen.

Dabei muss insbesondere die aufgrund der Altersstruktur der Lehrkräfte für die nächsten Jahre bereits absehbare wachsende Abgangszahl in den Ruhestand (bei uns wie in den anderen Bundesländern) berücksichtigt werden und die dann zu erwartende Unmöglichkeit, geeignete Lehrer nach Anzahl, Qualität und Fachrichtung überhaupt noch bekommen zu können.

In den letzten Monaten haben Unterrichtsausfälle zum Teil ein für den Lernerfolg der Schüler bedrohliches Ausmaß erreicht und machen die völlig unzureichende Krankheitsreserve deutlich. Hier ist neben den bereits genutzten Möglichkeiten der Kapitalisierung bisheriger Reserven zugunsten von Honorarvertretungen dringend der Aufbau einer bedarfsgerechten Vertretungsreserve notwendig.

Die Sozialstruktur in Bremerhaven, die schlechtere Bildungsbeteiligung (weniger Gymnasiasten, mehr Haupt- und Realschüler und vor allem auch mehr Sonderschüler), die Altersstruktur der Lehrkräfte und die ungenügende Krankheitsreserve erfordern und rechtfertigen eine verbesserte Lehrer-Schüler-Relation für Bremerhaven.“

Im zweiten Teil werden konkrete Verfahrensfestlegungen getroffen, die zeitliche Eckpunkte für die Abläufe zur Einstellung von Lehrkräften vorgeben (z.B. Stellenausschreibungen bis zum 31.12. bzw. 30.06. des Vorjahres für Stellenbesetzungen zum 01.08. bzw. 01.02. des darauf folgenden Jahres). Diese sind von Seiten der Verwaltung kritisch kommentiert worden. In diesem Zusammenhang erneuert die GEW ihre Auffassung, dass ein frühes Bewerbungsverfahren in jedem Fall unbedingt notwendig ist. Nur dadurch werden die Chancen Bremerhavens gesteigert, in der Konkurrenz um junge Kolleginnen und Kollegen erfolgreich sein zu können.

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