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10/05 - Erklärung zu Scherf

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"Ich hinterlasse euch ein Vermächtnis",
Hinweis aus aktuellem Anlass
Schon mal vormerken:

"Ich hinterlasse euch ein Vermächtnis",

dachte sich der große Präsident des Senats, Dr. Henning Scherf, und führte aus:

„In Zukunft werden wir ergänzend andere Lösungsansätze für die gestiegenen Anforderungen an die Erziehung und Ausbildung von Kindern und Jugendlichen entwickeln müssen anstatt jedes Problem als erstes mit einer Einstellungsforderung für zusätzliches Personal zu beantworten. Auch hier werden wir die Balance zwischen dem, was die Schulen mit ihren gut ausgebildeten Lehrerinnen und Lehrern können, und die Unterstützung in und außerhalb der Schulen durch Betriebe und Unternehmen, Eltern, Vereine, ehrenamtliche Arbeit im Interesse der Kinder neu austarieren müssen.“(Weser-Kurier vom 04.10.2005)

Der Bremische Gewerkschaftstag, der am 29. September bereits mit der Situation des Ausstiegs von Scherf und dessen schriftlicher Hinterlassenschaft konfrontiert war, verabschiedete dazu folgende Resolution:


Scherf geht, es ist jetzt Zeit für eine neue Politik und mehr Geld für die Bildung
Der Gewerkschaftstag der GEW Bremen widerspricht entschieden der vom Präsidenten des Senats, Henning Scherf, in seinem „Abschiedspapier“ entwickelten Position zur Bildungspolitik. Dort erteilt er der Forderung nach mehr Personal in Kitas und Schulen eine Absage.

Die Große Koalition hat unter Henning Scherf in Bremen über 500 LehrerInnenstellen abgebaut. Auch in den Kitas wurden die versprochenen und notwendigen Zweitkräfte nicht eingestellt. Wer diese Politik fortsetzt, verspielt die Zukunftschancen unserer Kinder und Jugendlichen. Man kann nicht ständig beim pädagogischen Personal kürzen und gleichzeitig Verbesserungen in Bildung und Erziehung versprechen, wie dies Bildungssenator Willi Lemke und Sozialsenatorin Karin Röpke tun.

Auch weitere Sonderopfer der Beschäftigten des öffentlichen Dienstes sind abzulehnen.

Bremen braucht eine Landesregierung, die den Mut hat, mehr für Bildung und Erziehung auszugeben und dies im Rahmen einer neuen Strategie auch offensiv nach außen vertritt.

In der Einschätzung der Scherf´schen Aussagen besteht eine große Einigkeit bei den Kolleginnen und Kollegen aus beiden Stadtgemeinden dieses Bundeslandes. In Bremen und Bremerhaven wurden bekanntermaßen in den letzten 12 Jahren fast 15 % der Lehrerstellen „abgebaut“. In diesem Zusammenhang – bei erhöhten Anforderungen – von ständigen „Einstellungsforderungen“ zu sprechen, zeugt immer noch von Politikprioritäten, die den Bildungsbereich ausschließlich mit „guten Worten“ bedienen wollen. Dass zudem die absehbaren personellen Probleme des Generationenwechsels in den Schulen in diesem Zusammenhang keine Rolle spielen, spricht für sich. „Ehrenamtliche Arbeit“ jedenfalls wird keine Qualitätssteigerung im notwendigen Maße nach sich ziehen. Scherfs „neu auszutarierende Balance“ zeigt eine beträchtlicheSchieflage, von einem neuen Präsidenten des Senats erwarten wir mehr „Gleichgewicht“.

Hinweis aus aktuellem Anlass

Die Nachfragen zur Präsenzzeit- und Fortbildungsregelung reißen nicht ab; zu unterschiedlich sind die Verfahrensweisen an den einzelnen Schulen. In einem Info des Landesverbandes vom 24.06.2005 und im Info 1-05/06 des PR Schulen wurde die Sachlage ausführlich behandelt.

Entscheidende Passagen zum Verfahren sind im § 36 Abs. 1 der SVG nachzulesen:

„ Die Gesamtkonferenz berät über grundsätzliche Fragen der pädagogischen und fachlichen Gestaltung der Bildungs- und Erziehungsarbeit der Schule sowie über grundsätzliche Fragen der Gestaltung der unterrichtsergänzenden und –unterstützenden Arbeit.“

Die Intention zielt eindeutig auf eine Regelung im Konsens zwischen Schulleitung und Kollegium.

Schon mal vormerken:

  • Mittwoch, 02. November 2005, 10.00 – 16.00 Uhr, LFI, Deichstr. 37
    Neueinsteigerseminar
    „Neu im Schuldienst der Stadt Bremerhaven"
  • Mittwoch, 23. November 2005, 16.30 Uhr, Aula Goetheschule
    Mitgliederversammlung mit Wahl des Stadtverbandsvorstandes
    außerdem
    Vortrag durch Dr. Axel Troost,
    Geschäftsführer der „Memorandum“ – Gruppe für alternative Wirtschaftspolitik:
    „Die Strategie der roten Zahlen“
  • Mittwoch, 30. November 2005, 16.00 Uhr, Strandhalle Bremerhaven
    Jubilarsehrung
    Die Einladung wird den Jubilaren persönlich übersandt.

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