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Pfad zur Seite:Startseite - Themen - Stichwort Oberschule - 1. Bremer Oberschultag 2010 - AG 6 - Englisch

AG 6 - Englisch

AG 6: Unterricht weg vom Frontalunterricht - Beispiele in Englisch

Ausgangslage:

Die Mehrheit der 11 Teilnehmer sind auf dem Weg zum Unterricht mit heterogenen Gruppen, mit Binnendifferenzierung und einer Methodenvielfalt, von der das obige Thema eine Variante ist.

Für uns sind folgende Essentials wichtig:

  • Eine Unterrrichtssequenz sollte mehr als 45 Min dauern, da nur so eine Methodenvielfalt mit eigenständigen Schülerphasen möglich ist.
  • Das Arbeiten in Tischgruppen und paarweise fördert die selbständige Arbeit. Es setzt voraus, dass die Tischan- ordnung generell dazu angelegt ist und nicht als Ausnahme, wo Tische verschoben werden müssen. Beratung mit dem Partner oder in der Gruppe wird so dem Einzelnen zu seinen Ergebnissen verhelfen. Trotzdem ist die individuelle Leistung gefordert.
  • Der Weg der Spracherlernung geht überwiegend von der reproduktiven zur produktiven Arbeit, dh. Sprache wird erst in einfacher, dann in komplexerer Form vorgegeben (frontale Vermittlung, alle hören, alle lesen, üben kleine Sequenzen), um in der Phase der Festigung zur Anwendung zu kommen. Projektarbeit ist hier möglich zB. „My favourites“(My favourite song/ My favourite sports/, My village/My Viertel...)
  • - Präsentationen der Produkte am Ende einer Einheit sind wichtiges Element von Unterricht und immer eine Herausforderung, das Ergebnis vor der Gruppe zu verantworten. Verbindlich gilt dies für alle Schüler, für stärkere wie für schwächere; die Reihenfolge kann so gestaltet werden, dass schwächere eher am Ende drankommen, weil sie längere Zeit brauchen; wer nichts geschafft hat, wird seinen Arbeitsprozess darstellen. Jede Leistung wird gewürdigt. Einsprachigkeit und frei sprechen ist wünschenswert, wird aber der Situation und den Lernenden angepasst. Im Feedback hat der Vortragende das erste Wort. Das Publikum nennt mindestens 3 positive Beobachtungen; dann „Tipps für´s nächste Mal“ anstelle von Kritik.
  • In heterogenen Gruppen sind Aufgaben in verschiedenen Niveaus zu formulieren, ebenfalls Tests. Wegen der darausfolgenden Mehrarbeit ist Zusammenarbeit mit den Kollegen dringend empfohlen, nicht jeder muss den Arbeitsplan neu erfinden. Oft geben die Verlage in ihren Sprachbüchern dazu Vorschläge.
  • Bei der Auswahl des Lehrwerkes empfiehlt es sich, das mittlere Niveau zu nehmen, da meistens genügend Material für gute und schwache Schüler enthalten ist. Gymnasialausgaben werden oft den schwächeren nicht gerecht.
  • Es empfiehlt sich, eine „Arbeitsplanstunde“ pro Fach (zB. Deutsch, Mathe, Engl...= 3 Std) und Woche einzuführen, um die Selbständigkeit der Schüler und ihre Wahlmöglichkeit zu fördern. („Ich darf in dieser Stunde entscheiden, welches Fach ich bearbeite.“) Dort soll Übungsmaterial zur Verfügung stehen (zB. Engl Grammatikübungen mit Lösungsbogen), das ohne besondere Erklärung selbständig erledigt werden kann. In größeren Abständen wird es kontrolliert. Eine Arbeitsruhe/zB. Flüsterruhe ist Voraussetzung. Diese Regelung setzt die Kooperation der Kollegen voraus, die ihrerseits in ihrem Fach Material zur Verfügung stellen. Die Arbeitsplanstunde benötigt außerdem die Verbindlichkeit innerhalb der Schule, sonst wird sie als defizitär von den einzelnen Kollegen empfunden und vernachlässigt.
  • Wir akzeptieren und fördern verschiedene Lernwege und Lösungswege der Schüler; Kontrolle ist nicht 100% nötig und möglich.
  • Englisch als lebende Sprache muss viele Sprechanlässe schaffen. Das kann im spontanen Gespräch zwischen Schü und Le geschehen wie in gelernten Dialogen, Rollenspielen, Vorträgen, Aufforderungen durch Bildmaterial, Alltagssituationen, Expertenrunden, kommunikative Spiele, Kugellager usw.oder gar in einer Auslandsfahrt...

 AG_6.doc
 

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