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Publikationen BLZ BLZ Archiv BLZ Mai 2009 16.05.2009 Bachelor-AbsolventInnen für den Ele... | ||||||
| 16.05.2009 Bachelor-AbsolventInnen für den Elementarbereich | ||||||
| Eine erste Bilanz zum Studiengang an der Uni Bremen von Ursula Carle, Barbara Daiber, Gisela Koeppel | ||||||||||||||||||
| Die Universität Bremen ist die erste in Deutschland, die einen Doppelabschluss für Elementarbereich und Grundschule anbietet. AbsolventInnen des Studiengangs „Fachbezogene Bildungswissenschaften“ können mit ihrem BA-Abschluss je nach studiertem Schwerpunkt im Kindergarten arbeiten oder ein Masterstudium anschließen um LehrerIn zu werden. Der Studiengang startete im Wintersemester 2005/2006 mit 210 Studierenden, von denen sich 30 explizit für die Doppelqualifikation entschieden. Ähnlich wie z. B. in Schweden studieren sie das Basislehrangebot für die Stufenschwerpunkte Elementarbereich, Grund- und Sekundarschule gemeinsam. Die Entwicklung des Studienschwerpunktes Elementarbereich wurde durch die Robert Bosch Stiftung im Rahmen des Programms PiK (Profis in Kitas) gefördert. Jetzt entwickelt die Universität wieder mit Unterstützung der Robert-Bosch-Stiftung eine begleitete Berufseinstiegsphase, die auch die staatliche Anerkennung als FrühpädagogIn zum Ziel hat. |
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| Erste Ziele: | ||||||||||||||||||
Bei der Planung des Studiengangs waren mit Blick auf den Elementarbereich die beiden folgenden Aspekte besonders wichtig:
Das Studienangebot wurde weit über unsere Vorstellungen hinaus angewählt. Die ersten 30 Studierenden haben die Universität im Herbst 2008 mit einem Bachelorabschluss im Schwerpunkt Elementarbereich verlassen. Unser nächstes Ziel ist die Entwicklung einer Berufseinstiegsphase, die es den BA-AbsolventInnen der Frühpädagogik ermöglicht, in das in mehrfacher Hinsicht neue, offene Arbeitsfeld erfolgreich einzusteigen und die staatliche Anerkennung als FrühpädagogIn zu erhalten. Ein zweites Ziel ist die Entwicklung eines Masterstudiengangs Frühpädagogik, der es erlaubt, den wissenschaftlichen Nachwuchs zu sichern. | ||||||||||||||||||
| Weitere Entwicklung: | ||||||||||||||||||
| Entwicklung der Berufeinstiegsphase für BA-AbsolventInnen der Frühpädagogik Während im Studium neben begleiteten Praxisphasen vor allem die Auseinandersetzung mit Theorie und empirischen Studien im Mittelpunkt steht, wird im Beruf routinierte Praxis erwartet. Die Berufseinstiegsphase verbindet beides durch ein Trainee-Angebot, um eine unreflektierte Anpassung an die vorhandene Praxis zu verhindern. Erst wenn den BerufseinsteigerInnen eine Realisierung ihrer pädagogischen Ideen denkbar erscheint, lohnt es sich für sie, Widersprüche aufzugreifen und Fragen zu stellen, um sich eine eigene Position zwischen subjektiven und wissenschaftlichen Bildungs- und Erziehungstheorien aufzubauen. Ziel der Berufseinstiegsphase ist also einerseits die Sensibilisierung und Öffnung für eigene Fragen und andererseits die systematische Erfahrung mit der zunehmend erfolgreichen Realisierung pädagogischer Ziele. Die curricular mit allen Beteiligten (AbsolventInnen, Praxis, Uni) zu entwickelnde Berufseinstiegsphase stellt eine Chance für die Ausgestaltung eines qualitativ hochwertigen Übergangs in den Beruf als Frühpädagogin dar, die dem Anspruch eines neuen Berufsbildes gerecht wird und die anknüpft an dem Kompetenzerwerb im Studium. Durch wissenschaftliche Begleitung sollen die Erfahrungen und Ergebnisse der Modellphase abgesichert werden, um wichtige Erkenntnisse in die Implementierung einer dauerhaften Lösung zu übernehmen. Die Chance, dass die Studierenden eine Möglichkeit für einen Berufseinstieg im Kindergarten erhalten, hängt jedoch auch damit zusammen, ob die Rechtslage im Bundesland Bremen den BA-Abschluss für die Leitung von Gruppen zulässt, wie die finanzielle Ausstattung der Träger geregelt ist und ob die einstellenden Einrichtungen etwas mit dem des BA-Abschlusszeugnis anfangen können. In der Vorbereitungs- und Planungsphase der Berufseinstiegsphase wurde mit dem Landesjugendamt in Bremen über die Modalitäten der staatlichen Anerkennung verhandelt, die Voraussetzung für den Einsatz als GruppenleiterIn ist. Da eine gesetzliche Regelung noch aussteht, können in der Modellphase 2009/2010 die BA-AbsolventInnen nach einer 12monatigen Berufstätigkeit im Kindertagesstättenbereich die staatliche Anerkennung beantragen. Trotz der vorhandenen Unklarheiten bezüglich des Status und der konkreten Bedingungen ihres Einsatzes haben sich 12 BA-AbsolventInnen in Bremischen Kitas beworben. Es bestehen gute Aussichten, dass sie im Herbst die 2. Phase ihrer Ausbildung zur Frühpädagogin (BA) fortsetzen können. | ||||||||||||||||||
| Literatur: | ||||||||||||||||||
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