|
Publikationen BLZ BLZ Archiv BLZ Juli/August 2007 16.07.2007 Bremerhaven benötigt einen Schulentw... | ||||||
| 16.07.2007 Bremerhaven benötigt einen Schulentwicklungsplan | ||||||
| von Bernd Winkelmann Landesvorstandssprecher | ||||||||||||
| Die schulstrukturelle Situation im Bundesland wurde jüngst gekennzeichnet mit „großer Vielfalt auf engstem Raum“. Diese landesweit gültige Aussage trifft natürlich auch auf Bremerhaven zu – nur räumlich nochmals verdichtet. |
| |||||||||||
| ||||||||||||
| Dagegen ist die Situation in der Sek. II eigentlich klar: Bremerhaven unterhält drei gymnasiale Oberstufen und drei Berufsschulzentren. Bei ersteren existiert allerdings das o.g. durchgängige Gymnasium und in den nächsten Jahren werden Paralleljahrgänge wegen der Gymnasialzeitverkürzung zu beschulen sein. In der Sek. II b ergänzen sich das duale System und die Vielfalt vollschulischer (Aus-) Bildungsgänge. Das alles hat Auswirkungen, beispielsweise auf den Stadtteil Lehe. So stellten die Verantwortlichen anscheinend völlig überrascht fest, dass der erste Jahrgang nunmehr die sechsjährige Grundschule geschafft habe und jetzt ein siebtes Schulbesuchsjahr anstrebe. Eine Entscheidung, die sich zwei Jahre lang anbahnte, musste nun kurzfristig getroffen werden:
| ||||||||||||
| Den Stadtteil Lehe trifft insgesamt die schulpolitische „Steuerung“ der Großen Koalition in den letzten Jahren richtig hart. Mit der Einrichtung des einzigen durchgängigen Gymnasiums wurde die Schulstruktur in der Sekundarstufe in Lehe zerschlagen. Nun sind die Auswirkungen durch geänderte Schüleranwahlzahlen und nicht mehr vertuschbare pädagogische Probleme sichtbar. Zudem platzt ein Standort mit gymnasialem Oberstufenzentrum und beruflicher Bildung unter einem Dach aus allen Nähten. Wieder sprießen Ideen: Durchgängiges Lernen von Klasse 1 – 10 an einem Standort, flächendeckende Einführung der 6jährigen Grundschule, Kombinate wie vor 1975 mit Sekundarschulzentrum plus Oberstufe usw.. Politische Weitsicht ist nun gefordert. Anstatt – wie bislang - kurzfristige Entscheidungen aneinander zu reihen, muss ein Schulentwicklungsplan aufgestellt werden, der Langfristigkeit, Überschaubarkeit und Verlässlichkeit sichert und dem Prinzip eines längeren gemeinsamen Lernens folgt. | ||||||||||||