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Publikationen BLZ BLZ Archiv BLZ Februar 2009 16.02.2009 Das Programm „Bremer Sprachschatz“ | ||||||
| 16.02.2009 Das Programm „Bremer Sprachschatz“ | ||||||
| Sprachförderung im Elementarbereich von Sabine Pregitzer | ||||||||||||||
| „Ich fuhr mal in den Urlaub und wollte ein Abenteuer erleben...“, so beginnt eine bebilderte Erzählgeschichte, entstanden in einer von mehr als 150 Sprachfördergruppen, die im Rahmen des Programms ‚Bremer Sprachschatz’ stattfinden. Die Erzählgeschichte ist nur eine Methode von vielen, um mit Kindern ins Gespräch zu kommen und sie zu ermuntern, ihre Wünsche und Phantasien in Worte zu kleiden. Sie sollen Kontakt aufnehmen, Fragen stellen, erzählen, erklären, berichten, beschreiben, sich verständigen. |
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| Diese Sprachfördergruppen sind Teil des Programms ‚Bremer Sprachschatz’, das 2003 mit dem Ziel entwickelt wurde, Kinder bereits vor Einschulung in ihrer Sprachentwicklung zu fördern. Diesem Programm liegt das Verständnis zugrunde, dass Sprachförderung eine Querschnittsaufgabe der Elementarpädagogik ist. Grundsätzlich eignet sich jedes Alltagshandeln in der Kita für Sprachförderung; sie findet auch in der Verknüpfung mit anderen Bildungsthemen wie beispielweise Natur, Umwelt und Technik oder Rhythmik und Musik statt. Ergänzend zu dieser alltagsintegrierten Förderung erhalten Kinder mit einem erhöhten Förderbedarf in den Kitas ein Jahr vor der Einschulung eine gezielte und individuelle Förderung in Kleingruppen. Die Auswahl der Kinder, die an diesen additiven Sprachförderangeboten teilnehmen, basierte auf der Durchführung einer jährlichen Sprachstandserhebung in allen Kindertageseinrichtungen mit allen 5-jährigen Kindern. Das o.g. Grundverständnis von Sprachentwicklungsförderung ist Ausgangspunkt der im Dezember 2008 veröffentlichten Arbeitsmaterialien für die ‚Sprachförderung im Elementarbereich’. Sie wurden in Zusammenarbeit mit ExpertInnen des ‚Bremer Sprachschatzes’ und SprachförderInnen aus der Praxis entwickelt und erprobt. Neben theoretischen Erkenntnissen zur Sprachentwicklung und Sprachentwicklungsförderung von Kindern sind umfangreiche Erfahrungen der Sprachförderpraxis aus Bremer Kitas in die Erstellung der Materialien eingeflossen. Die Arbeitsmaterialien gliedern sich in einen theoretischen und einen praktischen Teil. | ||||||||||||||
| Im theoretischen Teil der Materialien wird Basiswissen zum kindlichen Spracherwerb und zur Sprachentwicklung aufzeigt. Außerdem werden Grundlagen für die Planung und Organisation von Sprachförderprojekten vermittelt. Das Fundament für die Planung solcher Projekte bilden zwei eng miteinander verknüpfte Ebenen: Die Ebene der Lernziele- und Kompetenzbereiche (Weltwissen erweitern, Sprache kommunikativ und zielgerichtet einsetzen, grammatikalische Formen kennen und gebrauchen lernen, Zweitspracherwerb-Bezüge zur Erstsprache, Phonologisches Bewusstsein, Präliterale Erfahrungen) und die drei Lernebenen – die Methodik und Didaktik (kindgerechte Aktivitäten, Spachhandlungen, Methoden und Materialien). Die Erläuterung dieser Ebenen findet anhand konkreter Fragestellungen zur Einschätzung des Sprachstandes eines Kindes sowie mit Hinweisen auf mögliche Förderziele statt. Im praktischen Teil finden sich umfangreiche Projektvorschläge, Lernangebote, Hinweise auf Methoden und Materialien und Kopiervorlagen, aber auch Anhaltspunkte zur altersadäquaten Sprache von Kindern im Elementarbereich und Fragen zur Einschätzung des sprachlichen Ist-Standes von Kindern. Parallel zur Entwicklung dieses Sprachförderkonzepts erhielt die Qualifizierung von Fachkräften einen hohen Stellenwert. 180 ErziehrInnen nahmen bereits an Fortbildungen teil. Vor Beginn der Einführung der neu vorliegenden Arbeitsmaterialien wurden rund 100 ErzieherInnen im vergangenen Jahr neu- bzw. nachgeschult. Sie sorgen neben den rund 40 Sprachbeauftragten in den Kitas dafür, dass nicht nur eine qualitativ hochwertige additive Sprachförderung in den Einrichtungen stattfindet, sondern auch, dass Sprache im alltäglichen Lernen und Spielen mit allen Kindern einen zentralen Platz in der pädagogischen Arbeit der Bremer Kitas innehat. Neben dem hier beschriebenen Sprachförderkonzept ergänzen zahlreiche Aktivitäten das Ziel die Sprachentwicklung von Kindern möglichst frühzeitig und umfassend zu fördern. So wurden Spielkreise für unter dreijährige Kinder, die überwiegend aus Familien mit Migrationhintergrund kommen, in Kitas eingerichtet. Darüber hinaus gibt es zahlreiche Angebote, die die Eltern mit einbeziehen. (z.B. „Mama lernt Deutsch“, „Opstapje“, „Hippy“). Die Vielfalt und die Qualität der Angebote sind wesentlich wenn es darum geht, Kinder bei der Entwicklung ihres Sprachvermögens zu unterstützen. | ||||||||||||||
| Kontakt und Info | ||||||||||||||
| Nähere Informationen zu den Arbeitsmaterialien „Sprachförderung im Elementarbereich“ erhalten Sie bei: Senatorin für Arbeit, Frauen, Gesundheit, Jugend und Soziales - Referat 43 / Kindertagesbetreuung - Projekt frühkindliche Bildung Sabine Pregitzer Tel: 0421- 361-17260 Email: sabine.pregitzer [at] soziales.bremen.de | ||||||||||||||