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16.09.2007 Daten zur Kinderarmut in den Bremer Stadtteilen

von Paul Schröder
Vorbemerkung:
Die folgende Übersicht stammt von Paul Schröder vom Institut für Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe in Bremen. Seine Statistiken sind vielbeachtet, zuletzt Anfang August, als in der überregionalen Presse über Kinderarmut in den Städten und Gemeinden der Bundesrepublik berichtet wurde.

 sg-kinder-stadtteile-bremen-122006.pdf
 Daten zum
Downloaden

Seitenabschnitte:

 hartz-kinder-stadt-ortsteile-122006.xls
 Information des Bremer Institut für Arbeitsmarktforschung und
Jugendberufshilfe (BIAJ)
vom 17. April 2007

Dargestellt wird der Anteil der Kinder (unter 15 Jahre) in den Bremer Stadtteilen und ausgewählten Ortsteilen, deren Mütter und/oder Väter auf Arbeitslosengeld II (Hartz IV) angewiesen sind:
Im Dezember 2006 (neuere, nach einer Wartezeit von drei Monaten revidierte Daten liegen auf Stadtteilebene noch nicht vor) lebten in der Stadt Bremen 20.905 der insgesamt 69.520 Kinder im Alter von unter 15 Jahren in 12.511 sogenannten SGB II-Bedarfsgemeinschaften. Mit anderen Worten: Die Mütter und/oder Väter von 30,1% der Kinder (unter 15 Jahre) in der Stadt Bremen waren auf das sog. Arbeitslosengeld II (Hartz IV) angewiesen. In der Stadt Bremerhaven waren dies 40,6% (6.351) der insgesamt 15.638 Kinder im Alter von unter 15 Jahren. (Land Bremen: 32,0%)
Diese erste und vorläufige stadt- und ortsteilbezogene Auswertung des Bremer Instituts für Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe (BIAJ) auf Basis von Daten der Statistik des Bundesagentur für Arbeit (nicht erwerbsfähige Hilfebedürftige) und des Statistischen Landesamtes Bremen (Bevölkerung) beschränkt sich auf die Stadt Bremen, da entsprechende Stadt- und Ortsteildaten für die Stadt Bremerhaven (noch) nicht zur Verfügung standen.
Die Abweichungen vom stadtbremischen Mittelwert von 30,1% (Anteil der Kinder im Alter von unter 15 Jahren in sog. SGB II-Bedarfsgemeinschaften) sind im Vergleich der Stadt- und Ortsteile sehr groß. Im Stadtteilvergleich ( ohne den Stadtteil Häfen und ohne die keinem Stadtteil zugeordneten Ortsteile Borgfeld , Oberneuland, Seehausen und Strom) reichen die entsprechenden Quoten von 9,3% im Stadtteil Schwachhausen und 14,9% im Stadtteil Horn-Lehe bis 44,8% im Stadtteil Vahr und 46,6% im Stadtteil Gröpelingen. Stadtteile mit durchschnittlichen Quoten die lediglich 10 Prozent (etwa drei Prozentpunkte) vom städtischen Durchschnitt abweichen sind die Stadtteile Hemelingen (27,8%), Burglesum (28,0%) und Mitte (28,7%) mit leicht unterdurchschnittlichen Quoten und in den Stadtteilen Woltmershausen (31,6%), Vegesack (31,9%) und Neustadt (32,5%) mit leicht überdurchschnittlichen Quoten.
Im Ortsteilvergleich reichen die entsprechenden Quoten von 1,8% im Ortsteil Borgfeld bis 60,7% im Ortsteil Tenever. Neben dem Ortsteil Tenever wurden noch in zwei weiteren Bremer Ortsteilen Quoten von über 50% ermittelt – in den Ortsteilen Neue Vahr Nord (55,8%) und Gröpelingen (55,5%).
Ein Ortsteilvergleich innerhalb der Stadtteile zeigt: In vielen Stadtteilen weichen die Quoten in den Ortsteilen zum Teil erheblich von der durchschnittlichen Quote im Stadtteil ab. Im Stadtteil Osterholz z.B. reichen die Ortsteilquoten von 11,2% im Ortsteil Osterholz bis zu den genannten 60,7% im Ortsteil Tenever. Die Extremwerte der Ortsteilquoten in diesen „ungleichen Stadtteilen“ sind der oben stehenden Excell-Tabelle zu entnehmen.

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