| Personalrat Schulen Bremen überreicht die ersten 350 Überlastungsanzeigen | 
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| Die auf der Personalversammlung am 1. Juni ausgefüllten 350 Überlastungsanzeigen von Bremer Lehrkräften hat der Personalrat Schulen ausgewertet und am 21. Juni gemeinsam mit ca. 70 KollegInnen dem Staatsrat für Bildung überreicht. Von Senator Lemke, der sie eigentlich bekommen sollte, sahen die Demonstranten gerade noch die Rücklichter, er hatte einen „wichtigen Termin“. Im Begleitbrief des PR Schulen heißt es u.a.: „Sehr geehrter Herr Senator,... Die hohe Anzahl der bei der Personalversammlung eingegangenen Belastungsanzeigen ist ein eindeutiges Signal der Lehrkräfte an den Bildungssenator und darüber hinaus an den Senat und die Bürgerschaft Bremens. Die Belastungsgrenzen sind für viele, zu viele Lehrkräfte überschritten! Dadurch ist der zukünftige Bildungsauftrag der Bremer Schulen gefährdet. Guter Unterricht erfordert gute Arbeitsbedingungen. Hier sind Sie, Herr Senator, in Ihrer Fürsorgepflicht als Dienstherr für die Beschäftigten und ihre Gesundheit gefordert. Und die Politik in Ihrer Verantwortung für gute Schule und für die Zukunft der Kinder und Jugendlichen. ... Insbesondere die älteren Kolleginnen und Kollegen sind zunehmend belastet. Dem könnte durch die Wiedereinführung der Altersteilzeit, die sowohl eine Verjüngung der Kollegien als auch eine Entlastung der Älteren zur Folge hätte, entgegen gewirkt werden. Darüber hinaus zeigt sich als Folge der Überlastung der Zwang zur Teilzeit bei Lehrkräften –besonders deutlich im Grundschul- und Sonderschulbereich. Verschiedene zusätzliche Aufgaben, zunehmende Verhaltensauffälligkeiten von Schülerinnen und Schülern und mangelnde Wertschätzung der Arbeit durch die Bildungsbehörde werden von den meisten Lehrkräften als Belastungsfaktoren genannt. Der Personalrat Schulen fordert Sie auf: Ziehen Sie die Notbremse! Beenden Sie die Zunahme zusätzlicher Belastungen für die Lehrkräfte und für den Unterricht. Schaffen Sie Arbeitsbedingungen, die guten Unterricht ermöglichen, ohne dass viele Lehrkräfte gesundheitlich gefährdet werden. Sehr geehrter Herr Senator, sorgen Sie bitte dafür, dass alle Kolleginnen und Kollegen, die eine Überlastungsanzeige eingereicht haben, eine persönliche und ermutigende Antwort noch vor den Sommerferien erhalten. Wir gehen davon aus, dass der Personalrat Schulen Ihre Antworten zur Kenntnis erhält.“
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| Die nächsten Schritte:
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| • Weitere Überlastungsanzeigen werden gesammelt. Bereits jetzt sind ca. 150 eingegangen. Auch sie werden ausgewertet und dem Senator überreicht. • Gegen die Weigerung des Bildungssenators, über den Initiativantrag für mehr Entlastungsstunden zu verhandeln (s. das vorletzte Heft der BLZ), wird der PR Schulen das Verwaltungsgericht anrufen, • Nach den Ferien wird es weitere Aktionen geben. So haben bisher ca. 40 Gesamtkonferenzen zur Unterstützung des Initiativantrages Entlastungsstunden eingefordert. Die Beschlüsse sollen gemeinsam überreicht werden.
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