| Zur Notwendigkeit der Integration in der universitären Ausbildung von Prof. Dr. Ursula Carle | |
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Prof. Ursula Carle forderte in ihrem Referat, die gemeinsame Ausbildung von Lehrkräften und ErzieherInnen an der Universität zu stärken. Dieses „zarte Pflänzchen könne noch jederzeit eingehen“, wenn es nicht gelänge, die integrierte Ausbildung bildungspolitisch fest zu verankern. Dazu gehöre auch eine verstärkte Durchlässigkeit vom Bachelor- zum Masterstudium. Gerade der Erwerb dieser Doppelqualifikation ermögliche es den AbsolventInnen verschiedene Berufswege zu beschreiten. Carle sprach in diesem Zusammenhang von einer „gleitenden Mehrberuflichkeit“, die auch in einem universitären Karriereweg münden könne. „Die Frühpädagogik muss zu einem attraktiven Bereich für den wissenschaftlichen Nachwuchs werden“. Deutschland sei hier immer noch Entwicklungsland, wie sie anhand internationaler Vergleiche unterstrich. Am Beispiel des Schweizer „Y-Modells“ zur gemeinsamen Ausbildung im Elementar- und Primarbereich verdeutlichte Carle, dass 22 von 23 für das Studium festgelegte Standards für beide Bereiche gleichermaßen gelten. Die Powerpoint-Präsentation (siehe nebenstehende pdf) kann vollständig auf der Homepage der GEW Bremen nachgelesen werden. Hier einige Auszüge:
| Homepage des Arbeitsgebiets Elementarpädagogik an der Universität Bremen

 | VortragProfCarle.pdf | | "Zur Notwendigkeit der Integration von Elementar- und Schulpädagogik in der universitären Ausbildung" Vollständiger Vortrag zum Downloaden |
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| Gemeinsame Ausbildung - warum?
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| Gründe für die Wahl eines gemeinsamen Studiums für Kindergarten und Schule
- Erweiterung der beruflichen Möglichkeiten für die AbsolventInnen
- Wissen über Entwicklungsweg der Kinder
- Gegenseitige Kenntnis der Ziele, Methoden, Inhalte zwischen Kita und Schule
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| Gemeinsame Ausbildung - im Vergleich
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| Gemeinsame Ausbildung für Elementarbereich und Grundschule im Vergleich
- Status quo international: In Teilen gemeinsame Ausbildung ist üblich
- Status quo in Deutschland: isolierte soz. päd. Fachhochschulausbildung überwiegt
- Status quo in Bremen: gemeinsame Ausbildung und mehr
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| Ungeklärtes:
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| - Berufsbild
- Staatliche Anerkennung
- Berufseinstiegsphase (Anerkennungsjahr)
- Bezahlung
150 Studierende studieren derzeit mit Ziel Doppelqualifikation für Elementar- und Primarbereich
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| Persönliche Gründe für die Wahl
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| - Ich habe bereits im Kindergarten gearbeitet, eine große und schöne Herausforderung.
- Deutschland muss international aufholen, überall sonst haben Erzieher einen akademischen Abschluss. Ich möchte bei den ersten sein.
- Mich interessiert sehr wie Kinder vor der Schule lernen. Wenn ich Lehrerin werde, muss ich das wissen, denn die Unterschiede am Schulanfang sind doch riesengroß.
- Mit der Doppelquali erweitere ich meine späteren Möglichkeiten im Beruf, ganz gleich, ob ich in die Schule oder in den Kindergarten gehe.
- Ich stelle mir vor, dass in einem Stadtteil die Verantwortung für die Bildung, Erziehung und Betreuung der jungen Menschen gemeinsam von verschiedenen Bildungseinrichtungen übernommen wird.
Dann muss ich doch mindestens von den beiden großen Einrichtungen Kindergarten und Schule etwas verstehen. - Ich möchte im Kindergarten arbeiten, weil dort ein angenehmeres Klima herrscht als in der hektischen Schule.
150 Studierende studieren derzeit mit Ziel Doppelqualifikation für Elementar- und Primarbereich
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| Internationaler Stand der gemeinsamen Ausbildung
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| Vergleiche hinken:
1. Das Einschulungsalter liegt bei 4-7 Jahren und die Institutionen sind verschieden zugeschnitten
- Basisstufe (Kinder von 4-8 Jahre) Schweiz
- Basisonderwijs (Kinder von 4-12 Jahre) Niederlande
- Grundschule (Kinder von 6-10/12 Jahre) Deutschland
- Vorschulklasse (Kinder mit 6 Jahren) + Schule (Kinder ab 7 Jahre) Schweden
2. Die Ausbildungsgänge haben unterschiedliche Inhalte
- Fast überall höherer Anteil Erziehungswissenschaft, Entwicklungspsychologie und Didaktik – weniger Fachwissen
- Fachwissen spezifischer für pädagogische Berufe
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| Status quo der gemeinsamen Ausbildung in Deutschland
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| Universitäre gemeinsame Studiengänge
- Uni Bremen: Doppelabschluss im B.A., getrennt im M.A
- Uni Erfurt: Doppelabschluss im B.A., getrennt im M.A.
- PHen Baden-Württemberg: In weiten Teilen gemeinsame Ausbildung, getrennte Abschlüsse (alte Lehrerausbildung mit Staatsprüfung)
- Uni Gießen: In Teilen gemeinsame Ausbildung, getrennte Abschlüsse
Weitere gemeinsame Studiengänge in Arbeit:
- Uni Dresden: angestrebt Doppelabschluss
Ca. 55 weitere Frühpädagogikstudiengänge an Fachhochschulen
- alle mit sozialpädagogischer Ausrichtung ohne Bezug zur Lehrerbildung
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| Was haben wir in Bremen aufgebaut?
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| - Überblick über mögliche Studienverläufe und Berufseinmündungen
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| Studienverläufe:
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| Hoffnung:
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| - Auf gewerkschaftliche Unterstützung vor allem durch Entwicklung des neuen Berufsbildes und des Tarifs dazu
- Durch ein klares Bekenntnis zu einer gemeinsamen Ausbildung für Elementar- und Primarbereich
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