| von Jürgen Burger | 
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| In seinem Brief zum Jahreswechsel, der gerade an alle Haushalte gegangen ist, schreibt Jens Böhrnsen, Präsident des Senats: „Jedes Jahr richten wir drei neue Ganztagsschulen ein, weil berufstätige Eltern sie brauchen und unsere Kinder dort am besten lernen.“ Die Berichterstattung des Bremer Bildungssenators über „die Ganztagsschulen in der Stadtgemeinde Bremen“ und die „Situation der Ganztagsschule in Bremerhaven“ weist 33 Schulen aus, von denen 30 nach 2001 mit dem Ganztagsbetrieb oder mit Ganztagsangeboten begonnen haben. Das folgende Referat von Stefan Appel, Vorsitzender des Ganztagsschulverbandes, beginnt mit der Frage: „Was ist eine Ganztagsschule und wie viele Ganztagsschulen gibt es?“ Er zeigt die pädagogischen Möglichkeiten auf und benennt die Probleme, die bei unzureichender Personal- und Raumausstattung auftreten. Er charakterisiert viele Modelle als „bescheidene Ganztagskonzeption, die man allerdings nicht Ganztagsschule nennen sollte,“ Legt man seine Kriterien zu Grunde, haben viele der vom Bildungssenator aufgeführte Schulen noch einen weiten Weg vor sich, den sie nur erfolgreich gehen können, wenn sie eine deutlich verbesserte Personal- und Raumausstattung erhalten. Die Bereitschaft zur Entwicklung eines pädagogischen Ganztagsschulkonzepts ist in vielen Schulen vorhanden. Was bisher fehlt, sind ausreichende Bildungsinvestitionen. Es ist also Realismus angesagt. Für Wahlkampfgetöse eignet sich das Thema „Ganztagsschule“ nicht.
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