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Publikationen BLZ BLZ Archiv BLZ November 2007 16.11.2007 Gewerkschaftstag 2007 | ||||||
| 16.11.2007 Gewerkschaftstag 2007 | ||||||
| Weitere Beschlüsse | ||||||||||||||||||
| Wie in der letzten BLZ berichtet, hat sich der Gewerkschaftstag am 8./9.10. ausführlich mit den Themen Berufsbildung, Weiterbildung und Politische Bildung beschäftigt. Hier auszugsweise die Beschlüsse. |
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| Eine Modularisierung der Beruflichen Bildung zerstört funktionierende Strukturen ohne eine Perspektive aufzuzeigen! | ||||||||||||||||||
| Mittels des Europäischen Qualifizierungsrahmens (EQR) und des Europäischen Kreditpunktesystems (ECVET) sollen die in den verschiedenen europäischen Berufsbildungssystemen erlangten Qualifikationen transparent, transferierbar und akkumulierbar gemacht werden. Eine solche Entwicklung hätte vielfältige Deregulierungswirkungen. U.a. ist zu befürchten, dass das Duale System in der BRD, das einen tragfähigen, sozial wenigstens halbwegs ausgewogenen gesellschaftlichen Kompromiss zwischen Unternehmens- und ArbeitnehmerInneninteressen darstellt, ersetzt wird durch eine modularisierte Form der Berufausbildung, mit der an die Stelle der zur Zeit etwa 350 Ausbildungsberufe einige Tausend Ausbildungsmodule treten würden. Grundlegende, im Dualen System bereits angelegte Elemente einer am „Berufsprinzip“ orientierten Berufsausbildung wie
würden ersetzt durch ein weitgehend individualisiertes und fragmentiertes Berufsbildungssystem, in dem kommerzielle Bildungsanbieter eine zunehmend größere Bedeutung erlangen würden. Angesichts unzähliger, unterschiedlichster Qualifikationsprofile in jedem Berufsfeld ist mit einer Deregulierung von Arbeitsmarkt und Entlohnung zu rechnen. ... Soll eine am Berufsprinzip orientierte Berufliche Bildung in Europa überhaupt eine Chance haben, so ist eine Verteidigung des (sicherlich zum Teil reformbedürftigen) Dualen Systems in der BRD in Zeiten einer massiven Offensive des Modularisierungsmodells unverzichtbar. ... „Ein Wald ist schnell zu Asche gemacht – ihn wieder anzupflanzen und hochzuziehen dauert sehr lange“ (Ingrid Drexel). | ||||||||||||||||||
| Weiterbildung | ||||||||||||||||||
Die GEW fordert die Senatorin für Bildung und Wissenschaft sowie den Bremer Senat auf:
Begründung: Die Weiterbildungseinrichtungen haben bis heute keine Kenntnis über den Finanzrahmen der Institutionellen Förderung und der Regelförderung im Jahr 2008 durch das Land Bremen. Das hat Folgen auf verschiedenen Ebenen:
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| Politische Bildung | ||||||||||||||||||
| Das Bremische Schulgesetz fordert in §5.2 unmissverständlich, dass die Schule insbesondere erziehen soll „1. zur Bereitschaft, politische und soziale Verantwortung zu übernehmen; 2. zur Bereitschaft, kritische Solidarität zu üben; ...“. ... Die praktische Bildungspolitik in Bremen setzt aber – dem Bundestrend folgend – ganz andere Zeichen. Seit dem 1. August 2006 sind neue Stundentafeln für den Politikunterricht in Kraft, die die Zahl der Politik-Stunden deutlich zurückfahren:
Politische Bildung ist eine Grundvoraussetzung dafür, dass die Menschen ihre staatsbürgerlichen Rechte ausüben und am öffentlichen Leben teilhaben können. Sie kann nicht – wie von Behörden-Vertretern gelegentlich behauptet – durch das Zu-sammenwirken der gesellschaftswissenschaftlichen Fächer ersetzt werden. Auch die Reduktion des Politikunterrichts in der Sekundarstufe I unter Hinweis auf die angeb-liche Angebotserhöhung in der Sekundarstufe II ist irreführend und stellt einen Rückschritt in die 50er Jahre dar. Die GEW fordert deshalb:
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