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| Der Bremische Gewerkschaftstag am 6./7.10 hatte zwei Schwerpunkte: Die Tarif- und Besoldungspolitik sowie die Schulentwicklungsdiskussion. Außerdem wurden die Delegierten zum nächsten Bundesgewerkschaftstag gewählt.
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| Tarif- und Besoldungsrunde 2009
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| Elke Baumann zeigte in ihrem Einleitungsbeitrag auf, dass die verbeamteten Lehrkräfte in den letzten Jahren beim Realeinkommen Einbußen von ca. 15% hatten (Streichung des Weihnachtsgeldes, Nullrunden etc.) Zugleich ist durch die Föderalismusreform die Verantwortung für die Beamtengehälter auf die Länder übergegangen. Christian Gloede-Noweck stellte die Kernforderungen für die Tarifrunde vor: eine kräftige lineare Erhöhung der Tabellenwerte, die Anerkennung des Referendariats bei der Stufenzuordnung und die zeit- und inhaltsgleiche Übertragung des Ergebnisses auf die BeamtInnen. Die notwendigen Tarif- und Besoldungsverbesserungen müssen 2009 gemeinsam und gleichberechtigt durchgesetzt werden. In Anbetracht der Tarifrunde 2009 unterstrich der Gewerkschaftstag noch einmal seine Haltung zu Arbeitskampfmaßnahmen: Das Streikrecht steht verfassungsrechtlich sowie entsprechend internationaler Abkommen allen im öffentlichen Dienst - auch den pädagogisch Tätigen zu. Zur Durchsetzung der Tarifforderungen ruft die GEW daher alle Mitglieder auf, sich aktiv und solidarisch an gemeinsamen Aktivitäten bis hin zu Arbeitskampfmaßnahmen aller Statusgruppen im öffentlichen Dienst zu beteiligen. (Das auf dem Gewerkschaftstag verteilte Material zum Beamtenstreikrecht kann in der GEW-Geschäftsstelle angefordert werden bzw. ist auf unserer Homepage herunterzuladen.)
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| Schulentwicklung
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| Das Ziel des gewerkschaftlichen Handelns bleibt eine Novellierung des Schulgesetzes, die als Ergebnis „Eine Schule für alle" als einzige Schulform im Land Bremen festschreibt und von allen Beteiligten demokratisch gestaltet wird. Ein integrativer Umbau des Bremischen Schulsystems ist nur mit den Beschäftigten sowie über zusätzliche Neueinstellung von Personal unterschiedlicher Professionen erfolgreich zu machen. In sechs Arbeitsgruppen wurden die Probleme behandelt, die in der Auseinandersetzung um eine „Schule für alle“ vorrangig gelöst werden müssen. Die AG-Ergebnisse werden zu einem Maßnahmekatalog zusammengefasst. In Bezug auf die frühe Bildung kritisierte der Gewerkschaftstag den behördlichen Ansatz, mit früherer Einschulung Kindern mehr Chancengleichheit bewirken zu wollen. Die GEW fordert vielmehr alle Beteiligten auf, ein gemeinsames Verständnis früher Bildungs- und Lernprozesse zu entwickeln. Nur dies eröffnet Kindern bessere Starchancen und wird der pädagogischen Arbeit der beteiligten Fachkräfte in Kita und Schule gerecht. Außerdem beschäftigte sich der Gewerkschaftstag kritisch mit dem Einfluss der Bertelsmann-Stiftung (ein entsprechender Antrag an den Bundesgewerkschaftstag wird gestellt) und beschloss, eine Konferenz zum Thema „Privatisierung“ durchzuführen.
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| Bundesgewerkschaftstag
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| Der nächste Bundesgewerkschaftstag findet am 25.-29.4.09 in Nürnberg statt. Als ordentliche Bremer Delegierte wurden gewählt:
- Elke Baumann,
- Werner Begoin,
- Harry Eisenach,
- Nadine Kühn,
- Petra Lichtenberg,
- Elisabeth Mackensen,
- Ute Möhle,
- Monika Nebgen,
- Christine Rodewald,
- Silke Schnepel
- Ruth Tschentscher.
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