| Die Personalversammlung fragt - der Staatsrat antwortet nicht von Jürgen Burger | |
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| Die Bremer Nachmittags-Personalversammlung am 30.9. fand dieses Mal im Musicaltheater statt. Der Schlachthof war vor einem Jahr zu klein gewesen, damals wollten ca. 1000 KollegInnen die Ausführungen der Senatorin hören und anschließend für mehr Gehalt demonstrieren. Dieses Mal kamen ca. 700 KollegInnen zum Thema „Schulentwicklung“. Die angekündigte Senatorin hatte kurzfristig abgesagt und ließ sich durch Staatsrat Othmer vertreten.
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| Dieser nahm zu den Fragen des Personalrats Stellung – allerdings nicht sehr konkret. Angekündigt wurden von ihm u.a. ein Ausbau der Sprachförderung in den Kitas von 15% auf 40% (zu den Kostenfragen wollte er sich aufgrund von Haushaltsverhandlungen nicht äußern), ein Wegfall der Schulwahlempfehlung am Ende der Grundschule und die Einrichtung eines Zwei-Säulen-Modells ab Klasse 5. Eine “Zerschlagung von Oberstufenzentren“ bestritt er, sie sei bei Gründung von neuen Oberstufen nicht zu befürchten, da ja die Schülerzahlen in der GyO stiegen. Außerdem äußerte er sich erstaunt darüber, dass die GEW Niedersachsen Gesamtschuloberstufen fordere, während die GEW Bremen die Oberstufenzentren verteidige. Der fundamentale Unterschied zwischen dem gegliederten System Niedersachsens und dem Stufensystem Bremens überging er dabei (s. hierzu den Themenschwerpunkt im aktuellen Heft). In den Beiträgen aus den Schulen wurden die besorgniserregenden Folgen der geplanten bzw. schon angefangenen Umstrukturierungen und die gravierenden Ausstattungsmängel beschrieben, teils drastisch, teils mit Humor. So wurde der Behörde ein Qualitätsverbesserungsprozess (QVP) anempfohlen und die räumlichen Verhältnisse in einigen Klassenzimmern wurden anhand der Vorschriften über Tierhaltung „gewürdigt“. Solche Beiträge scheint der Staatsrat nicht gewohnt zu sein. Auf jeden Fall ging er in seinem zweiten Beitrag nicht auf die sachlichen Kritikpunkte ein, sondern behauptete, Mitarbeiter seiner Behörde seien persönlich angegriffen worden. Von den anwesenden 700 KollegInnen hatte das niemand gehört. Da der Staatsrat sich noch nicht einmal die Antwort auf seinen Beitrag mehr anhörte, wird er den beschlossenen Antrag (s. aktuelle BLZ Seite 9) wohl erst mit der Post bekommen.
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