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16.07.2007 Koalitionsvereinbarung Bremerhaven

Der Abschnitt „Bildungspolitik“ signalisiert einen Schritt in die richtige Richtung
von Bernd Winkelmann
Die GEW begrüßt die programmatische Abkehr in der neuen Koalitionsvereinbarung vom selektiven Schulkonzept der bisherigen Mehrheitskoalition. Das Ziel einer „gemeinsamen Schule von 1 bis 9/10“ wird von der GEW unterstützt. Ebenso sieht die GEW ihre Forderungen berücksichtigt, wenn in einem Schulentwicklungsplan wesentliche Entscheidungen vorbereitet werden sollen. Zu nennen sind hier die in der Koalitionsvereinbarung genannten Schritte zur gemeinsamen Schule, wie die vorgezogene Einführung eines sechsjährigen gemeinsamen Lernens und die integrative bzw. kooperative Beschulung von Kindern und Jugendlichen mit Förderbedarf. Die darin zum Ausdruck kommende Abkehr von kurzfristigen Veränderungen ist richtig. Eine Bindung an diesen integrativen Auftrag des Schulentwicklungsplans muss allerdings auch für das Standortkonzept Lehe gelten, das bereits bis zum Jahresende vom Schulamt vorgelegt werden soll.
So sehr die GEW Einzelaussagen des Papiers im Hinblick auf

  • die Stärkung der Gesamtschulen,
  • die Senkung von Klassenfrequenzen in der Grundschule,
  • die Unterstützung von Schulstandorten nach sozialer Lage und ein zusätzliches Budget von 1 Mio. pro Jahr für soziale Brennpunkte

als schlüssige Aussagen unterstützt, so deutlich wird die Verknüpfung der kommunalen mit den landesweiten Koalitionsaussagen.

Letztere thematisieren auch für Bremerhaven wichtige Gesichtspunkte wie

  • die grundsätzliche Wiederbesetzung jeder freiwerdenden Stelle,
  • eine Wiederanwendung der Altersteilzeit,
  • die Reduzierung der Bürokratiebelastung der Schulen auf das Notwendigste.

Beide Papiere zeigen eine Perspektive auf, bleiben aber in ihrer konkreten Ausformulierung noch zu vage. So schaffen sie Spielräume, die es zu nutzen gilt.

Die GEW hat zur Wahl allen politischen Kräften ihre Unterstützung zugesagt, die sich ernsthaft gegen weitere Kürzungen im Bildungsbereich wenden, für eine integrative Schulstrukturentwicklung eintreten und die Arbeitsbedingungen der Pädagoginnen und Pädagogen verbessern. An dieser Aussage halten wir fest.


Seitenabschnitte:

 Koalitionsvereinbarung_Bremerhaven28_06_07.pdf
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