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16.09.2006 Kritik am Rauchverbot

GesamtSchülerInnenVertretung

Am 12.07.06 hat die Bürgerschaft ein generelles Rauchverbot an allen Bremer Schulen beschlossen. Zusätzlich soll dieses in sog. "Bannmeilen" gelten und Verstößen mit Bußgeldern bestraft werden. Die SchulleiterInnen bekommen die Aufgabe, für die Einhaltung des Verbots zu sorgen. Die GSV kritisiert die repressiven Maßnahmen und fordert eine Aufklärung statt Kriminalisierung.

„Das die Bildungsbehörde sich um die Gesundheit der SchülerInnen sorgt ist eigentlich erfreulich.“, so Antje Grabenhorst, 17 Jahre, Mitglied des GSV-Vorstandes. „Doch ein repressives Vorgehen in Form von Verboten und Bußgeldern geht das Thema leider grundlegend falsch an. Keine SchülerIn wird, durch ein Verbot aufhören zu rauchen und den „Gruppenzwang“ gibt es auch außerhalb der Schule!“

Ergänzend meint Lea Wagner, 15 Jahre und im GSV-Vorstand: „Mit dem Rauchverbot wird das Problem nur in eine andere Ecke geschoben. SchülerInnen werden immer einen Platz zum Rauchen suchen und finden, ob sie es dürfen oder nicht. Abhängige kann man nicht dazu zwingen 6 Stunden und länger nicht zu rauchen. Man muss das Problem an den Wurzeln packen und nicht aus dem Weg gehen. Effektiv wären attraktive Anti-RaucherInnen-Kampagnen für Schüler und Schülerinnen und keine Verbote!“

Ein Rauchverbot verstößt außerdem gegen die freie Entfaltung der Persönlichkeit und entmündigt volljährige SchülerInnen!
Das Vorgehen ist zusätzlich auch noch unglaubwürdig: „Wie sollen SchülerInnen Nichtraucherkampagnen im Unterricht ernst nehmen, wenn ihnen in jedem Kinofilm und auf jedem Werbeplakat ein „Star“ mit Zigarette in der Hand begegnet?“ so Moritz Wilke, ebenfalls im GSV-Vorstand und 17 Jahre alt. „Eine erfolgreiche Nichtrauchpolitik darf somit nicht auf die Schule beschränkt sein, und muss auf Aufklärung der
Jugendlichen und nicht auf Repressionen beruhen.“

Die Bannmeile ist außerdem eine vollkommen sinnlose Idee. „Es ist unmöglich so etwas durchzusetzen und hat keine Erfolgschancen“ so Jenny Augustin, Mitglied des GSV-Vorstandes und 17 Jahre alt, abschließend „auch dass die Schulleitung dafür sorgen muss, dass das Rauchverbot eingehalten wird, ist total unrealistisch. Die Kriminalisierung von SchülerInnen muss endlich aufhören und eine erfolgreiche Bildungspolitik angestrebt werden! So langsam reicht es!“

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