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16.05.2009 Lehrerinnen- und Lehrerausbildung 2009

von Jürgen Burger
Vor der letzten Bürgerschaftswahl gab es große und zahlreiche Proteste der Universität gegen den Hochschulentwicklungsplan V, der eine erhebliche Kürzung der Stellen vorsieht und dabei insbesondere die LehrerInnenbildung trifft. Wir wollten erfahren, wie es jetzt, nach zwei Jahren, in diesem Bereich aussieht. Folgende Trends sind den Berichten zu entnehmen:

Studierende und Lehrende stöhnen über die Leistungsverdichtung in den neuen Bachelor-Studiengängen. Eine Hauptursache besteht darin, dass im neuen System die Zahl der Prüfungen inflationiert wurde.
Noch immer soll der Studiengang Sport „abgewickelt“ werden – gegen alle Vernunft.
Trotz widriger Bedingungen wird in Einzelbereichen versucht, neue Wege zu gehen: Z.B. in der gemeinsamen Ausbildung für den Elementar- und Primarbereich und in der Interkulturellen Bildung.

Besorgniserregend bleibt, dass die Zahl der Studierenden in Deutschland im Lehramtsbereich zu klein ist, um den riesigen Bedarf zu decken, der im nächsten Jahrzehnt an den Schulen aufgrund der Pensionierungswelle entstehen wird. Das gilt auch für die zweite Ausbildungsphase: In der letzten Einstellungsrunde am LIS kamen auf 150 Plätze 1500 Bewerbungen. Auch wenn hierbei viele Mehrfachbewerbungen waren, so bleibt doch festzuhalten, dass viele Uni-AbsolventInnen entweder lange warten oder Bremen verlassen müssen. Angesichts des bevorstehenden LehrerInnenmangels muss hier – wie auch in der Uni-Ausbildung – erheblich mehr investiert werden.

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