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16.05.2007 Nochmal zum „Deutschen Schulpreis“

Liebe Redaktion!Danke für den Abdruck des Leserbriefes in Heft 03/04. Euer Vorwort "In-Team" und euer Kommentar zu meinem Brief werfen ein paar Fragen auf, die ich euch zu beantworten bitte:

Verweis auf
BLZ Maerz/April 2007

Seitenabschnitte:

  1. Zu "In-Team" von 03/04:
    Wo befinden sich "Verbalinjurien" = beleidigende Worte und "Beschimpfungen"? Die polemisch benutzte Vokabel "Schnarchpotenz" etwa? Bitte um Aufklärung wer da zum Lachen in den Keller muss, wenn er/sie sich davon beleidigen lässt. Weitere "Beleidigungen" kann ich (und andere LeserInnen) nicht finden und waren auch nicht beabsichtigt. Polemik schon!
  2. In "In-Team" schreibt ihr auch, dass mein Brief den "Anstoß zur innerredaktionellen Diskussion" gab. Die hat also vorher gar nicht stattgefunden? Das ist schlecht, denn dann hättet ihr ganz klar nach dem Vorwort von Jürgen Burger auf Seite 7 den Artikel vom Pfälzer Weg nicht bringen können. Oder aber ihr hättet von unterschiedlichen Standpunkten und Artikeln und einer Debatte, die ihr wünscht, schreiben können. Habt ihr aber nirgends! Hinterher kann man natürlich gut schreiben "Wir wollten nur die Widersprüche spiegeln" (1.Spalte,S.27)
  3. Ihr seid in die Ranking - Falle schon ziemlich weit hineingetappt. Ihr schreibt S.21, mittlere Spalte: "Insidern ist schon lange bekannt, dass die Schule Pfälzer Weg in einem schwierigen Stadtteil gute Arbeit leistet." Diese Bemerkung der Redaktion wirft reichlich Fragen auf. Wer sind diese "Insider"? Wie arbeiten diese? Welche Kriterien verwenden sie, um Schulen "gute Arbeit" zu bescheinigen? Wie lange bleiben sie, wenn sie hospitieren ? 10 Minuten? Waren die Insider schon an anderen Brennpunktschulen? Ist eine Schule, die sich am Wettbewerb "beste" Schule beteiligt, schon deswegen die bessere? Was ist mit Hunderten von anderen Bewerberschulen, die nicht Platz 1-10 einnehmen können und trotzdem sehr dafür gearbeitet haben? Sind die weiterhin auf das schmale Behördengeld angewiesen und können deswegen nicht "innovativ" sein? Und was ist denn heute innovativ ? Montessori, Offener Unterricht, Freinet, Entdeckendes Lernen, ... ?

Viele KollegInnen, die ich kenne, sagen : "Wir wollen einfach `mal in Ruhe unseren Unterricht vorbereiten, durchführen und auswerten, gerne auch im Team!!" Mehr nicht! Aber auch nicht weniger! Und dabei auch an Jugend forscht, BLK-Projekten und anderen gesponsorten Veranstaltungen Teil zu nehmen, dagegen spricht doch niemand!
Aber ob ich mal `n Mars oder Snickers von Hachez, ein Trikot von der Sparkasse nehme oder ob ich als "beste Schule" Deutschlands aus den Händen von Privaten - Nichtpädagogen, die sich auf externe Evaluierer stützen, 50000 Euro entgegennehme, das macht einen Unterschied.
Der Staat muss die Bildung bezahlen, aus Steuergeldern. Punkt. Besonders im Brennpunkt.
Gruß und Schluss
Wilfried Meyer

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