zur Startseite
Pfad zur Seite:Startseite - Publikationen - BLZ - BLZ Archiv - BLZ November/Dezember - 25.11.2009 Runder Tisch Schulsport fordert die ...

25.11.2009 Runder Tisch Schulsport fordert die tägliche Sportstunde

In einem Gespräch mit der Senatorin für Bildung und Wissenschaft hat der RUNDE TISCH SCHULSPORT (RTS) seine Forderung nach der täglichen Unterrichtsstunde im Fach Sport an Ganztagsschulen erneuert. Wegen der Ausweitung sitzender Tätigkeit auf den ganzen Tag ist täglicher Unterricht in Bewegung, Spiel und Sport zwingend erforderlich, dies sagen auch wissenschaftliche Gutachten und ärztliche Beobachtungen immer wieder aus. Die Senatorin zeigte zwar Verständnis für die Forderung, sah sich aber aus finanziellen Gründen derzeit außerstande, die Forderung zu erfüllen.

Seitenabschnitte:
Die Stundenzuweisungen
Ausbildung von SportlehrerInnen
Ästhetische Bildung

 Schulsport.pdf
 Vollständiger Artikel
zum Downloaden

Die Stundenzuweisungen

Allen Sek I – Schulen, Ganztags- und Halbtagsschulen, werden also weiterhin 3 Stunden Sport in der Woche zugewiesen. Eine angedachte Reduzierung um ein Drittel ist auf öffentlichen Druck wieder zurückgenommen worden. Diese 3 Wochenstunden Sport kommen aber nur an wenigen Schulen auch beim Schüler an, oft werden sie für andere Fächer benutzt. Hier erwartet der RTS von der Behörde wirkungsvolle Maßnahmen, um alle Schüler mit qualifiziertem Sportunterricht von 3 Wochenstunden zu versorgen.
Die Situation an vielen Grundschulen ist noch prekärer, es fehlen dort ausgebildete SportlehrerInnen, fachfremder Einsatz im Sportunterricht ist an der Tagesordnung. Dies führt nach Ansicht des RTS dazu, dass Grundschulen deutlich weniger SportlehrerInnen anforderten und auch im Ausbildungsinstitut (LIS) entsprechend eine geringe Anzahl von Ausbildungsplätzen ausgewiesen wird. Diese Situation ist nicht hinnehmbar, auch unter dem Hintergrund, dass es in den nächsten Jahren durch die Pensionierungswelle zu einem erhöhten Bedarf kommt. Im Primarbereich hat ein qualifizierter Sportunterricht entscheidenden Anteil an der ganzheitlichen Persönlichkeitsentwicklung des Kindes.

Ausbildung von SportlehrerInnen

Beim Thema Sportlehrerausbildung an der Universität gab es weiterhin keine Annäherung. Die Senatorin wies erneut die Kritik des RTS an der Entscheidung des Rektorats, die Sportlehrerausbildung 2011 auslaufen zu lassen, zurück. Zwar sei sie die zuständige Senatorin, habe aber diese Entscheidung vollständig in die Zuständigkeit der Universität gelegt, eine bei einem zu erwartendem SportlehrerInnenmangel höchst fragwürdige Entscheidung. Der RTS teilt der Senatorin in diesem Zusammenhang mit, dass es durch ausbleibende Sportstudenten zu ersten Lücken bei der Besetzung von Übungsleiterstellen in den Vereinen kommt. Sportstudenten übernehmen in diesem Zusammenhang oft eine Vermittlerrolle zwischen Schule und Verein. Auch die Schulen klagen über fehlende Unterstützung durch das Sportinstitut. Neue didaktische und methodische Anregungen, bisher durch die Sportstudenten in die Schulen gebracht, bleiben jetzt aus.

Ästhetische Bildung

Die Beschlüsse der KMK zur „Ästhetischen Bildung“ für die Grundschullehrerausbildung sollen laut Aussage der Senatorin nicht in der Bremer Universität umgesetzt werden. Hier will die Senatorin auf Absolventen anderer Bundesländer zurückgreifen. Eine laut Ansicht des RTS ebenfalls sehr riskante Entscheidung, auch in anderen Bundesländern besteht ein Lehrermangel.
Im Zusammenhang mit der ästhetischen Bildung regte der RTS an, mehr die integrierenden Elemente des Sports in der neuen Bremer Bildungslandschaft zu verankern. Durch das gemeinsame Lernen von Haupt-, Real- und GymnasialschülerInnen an den Oberschulen kommt u.a. dem Sport eine besondere Funktion zu. Dies findet sich bis jetzt leider nicht in den Konzepten der senatorischen Behörde wieder.

SucheHilfeEmailSitemap
Suche,Hilfe,Email,Sitemap