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Publikationen BLZ BLZ Archiv BLZ Juni 2009 16.06.2009 Tourismus nachhaltiger gestalten ... | ||||||
| 16.06.2009 Tourismus nachhaltiger gestalten ... | ||||||
| Ein Berufsschulprojekt von Claus Oellerking, Schulleiter | ||||||||||||||
| Wer auf die Reise gehen will, der muss sich entscheiden: Wohin soll es gehen, welche Unterkunft soll es sein? Was will ich sehen? Wie komme ich hin? Die Reisebranche zählt zu den am stärksten wachsenden Wirtschaftszweigen. 200 Millionen Menschen leben vom Tourismus. Für viele Länder also ein bedeutender Entwicklungsfaktor. Die Zahl der international Reisenden beläuft sich momentan weltweit auf fast 900 Millionen pro Jahr. Jeder kennt die Schattenseiten: Umweltbelastung durch Flug- und Autoreisen, Hotelburgen in einstmals schönen Landschaften, Wasserknappheit auf südlichen Urlaubsinseln und Sextourismus sind nur einige der möglichen Auswirkungen. Es gibt auch andere: Arbeitsplätze für Einheimische an den Urlaubsorten, Kennen lernen von Menschen und Kulturen, wirtschaftlicher Aufschwung in den Urlaubsregionen. |
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| Immer mehr Reisende wollen nicht einfach Urlaub oder eine Geschäftsreise machen. Sie wollen auch sicher sein, dass mit der Reise kein unnötiger Schaden für die Umwelt und die Menschen am Reiseziel entsteht. Aber: Wer weiß denn schon, welches Hotel am Urlaubsort umweltfreundlich handelt und z. B. die Handtücher nur alle drei Tage wechselt und damit Wasser und Reinigungsmittel spart. Wie kann man wissen, ob die Urlaubsinsel auch mit dem Fahrrad erkundet werden kann und was man trotz einer Flugreise tun kann, um den CO2 Ausstoß zu vermindern? Diese Fragen zeigen, wie wichtig es ist, dass gut ausgebildetes Personal in den Reisebüros und bei den Reiseveranstaltern die Beratung der reiselustigen Kundschaft übernimmt. Unter dem Motto „Tourismus nachhaltiger gestalten“ haben angehende Reiseverkehrskaufleute an der Berufsschule für den Großhandel, Außenhandel und Verkehr, Bremen daher das Gespräch mit Ausbildungsbetrieben, Lehrkräften und Wissenschaftlern über die Licht- und Schattenseiten dieser Branche gesucht. Gemeinsam mit Prof. Dr. Bernd Stecker (Hochschule Bremen/ISAF) und Vertreter/innen des Bremer Informationszentrum für Menschenrechte und Entwicklung (biz) suchten die Auszubildenden Antworten auf die Frage, wie ein Tourismus aussehen kann, der sozial gerecht und kulturell angepasst, ökologisch tragfähig sowie wirtschaftlich sinnvoll und ergiebig ist. Einige gute Ideen waren schon dabei: umweltschonende An- und Abreise und Mobilität vor Ort, Klimaschutzbeiträge leisten (z.B. atmosfair), Länderinformationen geben, lokale Unterkünfte und Produkte bevorzugen, auf Energie- und Wassersparmaßnahmen in Hotels achten etc.. | ||||||||||||||
| Präsentation in der Bürgerschaft | ||||||||||||||
| „Bremer Schulen auf dem Weg zu einer Bildung für nachhaltige Entwicklung“ lautete das Motto der Tagung für „Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)“ in der Bremischen Bürgerschaft am 23. März 2009. Klassen von circa 15 Schulen aus dem Land Bremen trafen zusammen, um ihre Projekte zu diesem Thema vorzustellen. Gemeinsam mit Vertretern aus Politik, Bildung und Wissenschaft näherten sie sich der Problemlösung, welcher Beitrag in Schule und Unterricht hinsichtlich einer Bildung für nachhaltige Entwicklung geleistet werden kann. Die angehenden Reiseverkehrskaufleute, präsentierten dort die Ergebnisse ihres Projektes. Fazit dieser Tagung für den Bildungsgang „Reiseverkehr“ an der BS GAV: Die von den Schüler/innen erarbeiteten Aspekte zu nachhaltigem Tourismus werden im weiteren Verlauf der schulischen Ausbildung immer wieder Thema sein und finden von den Schüler/innen auch im betrieblichen Tätigkeitsbereich Berücksichtigung. Eine Vermittlung der Inhalte wird darüber hinaus in allen zukünftigen Ausbildungsjahrgängen erfolgen. Eine Referendarin wird zur dauerhaften Einbindung des Themas in den Unterricht ihre Examensarbeit verfassen. So der Stand der Planung und Entwicklung. „Als Schulleiter freue ich mich über einige Dinge besonders: Das tolle Engagement der Lehrkräfte, insbesondere von Anke Wenzel und Katrin Gerhards den Einsatz der Schülerinnen und Schüler, die ja ‚nebenbei’ auch Arbeitnehmer/innen sind, die Bereitschaft und Unterstützung der Ausbildungsbetriebe und die fruchtbare Kooperation mit dem BIZ.“ | ||||||||||||||