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Pfad zur Seite:Startseite - Aktuelles - Pressemitteilungen - Archiv der Pressemitteilungen 2006 - 25.09.2006 Überlast-News

25.09.2006 Überlast-News

GEW fordert Lemke in einem offenen Brief zu Verhandlungen
über die Reduzierung der Arbeitsbelastung von Lehrkräften auf...
Wir fordern: Statt Gängelung und Schikane - ernsthafte Verhandlungen

Die GEW Bremen fordert Senator Lemke auf, endlich ernsthafte Gespräche mit dem Personalrat Schulen und der Bildungsgewerkschaft GEW zur Reduzierung der Arbeitsbelas-tung der bremischen Lehrkräfte zu führen. Damit sieht die GEW auch eine Konsequenz aus der jüngst von Prof. Schönwälder vorgestellten Studie zur Belastung von Lehrerinnen und Lehrern.
Über 350 Lehrkräfte hatten vor den Ferien über den Personalrat Schulen eine Überlastanzeige beim Bildungssenator eingereicht. Jede Kollegin/jeder Kollege hatte auf einem Formblatt angekreuzt, welche Belastungen an ihrem/seinem individuellen Arbeitsplatz dabei besonders ins Gewicht fallen.
Die Reaktion des Bildungssenators darauf „stellt sowohl inhaltlich als auch von der Vor-gehensweise her eine Provokation dar“, heißt es in einem offenen Brief des GEW-Landesvorstandes an Senator Lemke.
Die unbefristet Beschäftigten erhielten ein Schreiben, in dem der Senator mitteilt, dass in der Behörde einfache angekreuzte Fragebögen nicht gelesen und ausgewertet werden können und werden auf die Möglichkeit der Teilzeitarbeit verwiesen. Damit macht der Senator „daraus ein Problem individuell mangelnder Leistungsfähigkeit“, obwohl die Mehrbelastung durch die Verordnung zusätzlicher Aufgaben herbeigeführt wurde.
Die jungen Kolleginnen und Kollegen in der Probezeit werden auf persönliche Anweisung des Senators von der Schulaufsicht zu dienstlichen Gesprächen vorgeladen, in denen ihre persönliche Leistungsfähigkeit überprüft werden soll. Gleichzeitig werden sie aufge-fordert, im Rahmen ihres Verbeamtungsverfahrens ihre Überlastungsanzeige schriftlich zurückzuziehen.
„Dies erinnert in fataler Weise an die Einschüchterungsmethoden der 70er Jahre und eine schwarze Pädagogik, nach der die schwächste Gruppe herausgegriffen wird, um ihnen Angst zu machen“ heißt es in dem GEW-Brief, der von den Landesvorstandssprechern Christian Gloede-Noweck und Bernd Winkelmann unterzeichnet ist.
Die GEW fordert Senator Lemke auf, die Gespräche mit den Probezeitbeamten unverzüglich einzustellen und im Rahmen seiner Fürsorgepflicht zur Deeskalation beizutragen und den ernsthaften Dialog zu führen sowie über Maßnahmen zur Reduzierung der Arbeitsbelastung zu verhandeln.
Christian Gloede-Noweck, Landesvorstandssprecher der GEW Bremen

 Offener_Brief_Ueberlast.pdf
 

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