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16.02.2010 Unbequeme Jugendliche gesucht

für ein unbequemes Anti-Kriegsstück
von Bertolt Brecht mit der Musik von Paul Dessau
Erstes Treffen: 16. Februar 2010 | 17.00 Uhr | im SZ Neustadt
Bei uns gibt es kein Casting!

Bei uns gibt es kein Casting, keine Aufnahmegebühr und keine Superstars. Bei uns wird nicht aussortiert, sondern wir freuen uns, wenn viele Jugendliche mitmachen. Wir
wollen gemeinsam etwas hinstellen, worüber auch mancher Erwachsene in ernsthaftes Nachdenken gerät.
Unzufriedenheit mit den herrschenden Zuständen ist uns wichtiger als Gesangs- oder Theatererfahrung.
Bisher haben wir unter der Schirmherrschaft von Brechts Tochter Hanne Hiob und mit der Beratung von Prof. Manfred Wekwerth folgende Brecht Stücke einstudiert und
vor vielen tausend Zuschauern in zahlreichen Städten der BRD und auch im Ausland aufgeführt:
Der Brotladen mit der Musik von Hans-Dieter Hosalla, das vom Kampf um Brot, Obdach und Arbeit handelt;
Koloman Wallisch Kantate mit der Musik von Hanns Eisler, die vom österreichischen Arbeiteraufstand 1934 gegen den Faschismus berichtet;
Die Tage der Commune mit der Musik von Hanns Eisler, worin es um die 72 großen Tage der Pariser Arbeiter von 1871 geht, die sich ihr Leben nach dem eigenen
Geschmack eingerichtet haben – gegen die Fabrikanten und gegen ihre Regierung. (Bilder von der Aufführung in Erfurt)
Jedes unserer Bert Brecht Jugendprojekte war und ist zunächst ein großes gemeinsames Experiment. Wir proben nicht nur und beschäftigen uns mit Brechts Theater und seiner speziellen Spielweise sondern wir bearbeiten ebenso die verschiedenen historischen, sozialen und politischen Fragen miteinander, die mit dem Stück zusammenhängen oder die aus dem Tagesgeschehen in die Proben eingreifen. Wenn wir es gemeinsam wollen, gehen wir auch mit unserem Stahlfassorchester (bei dem jeder, wenn er dazu Lust hat, nach etwas Übung mitspielen kann) raus auf die Straße oder zu einem Betrieb, wo die Belegschaft gegen Entlassungen kämpft ...
Auf das Stück Mutter Courage und ihre Kinder sind wir nicht nur wegen dem Zusammenhang von Krise – Unterdrückung – Krieg gekommen, den wir aktuell sehen
sondern auch, weil wir ein zunehmendes Eindringen des Militärs in die Wirtschaft, in die Schulen, die betriebliche Ausbildung, die Universitäten und Hochschulen feststellen. Und auf den Arbeitsämtern werden Jugendliche massiv - und unter großen trügerischen Versprechungen für ihre Zukunft - wieder in den „Soldatenberuf“ geworben.
Roter Pfeffer Bremen

 Flyer_Brecht_Jugendprojekt_Mutter_Courage_und_ihre_Kinder.pdf
 Flyer



Wir wollen Brechts Stück Mutter Courage und ihre Kinder einstudieren und aufführen.
„Das Stück ist heute kein Stück mehr, das zu spät gekommen ist, nämlich nach einem Krieg. Schrecklicherweise droht ein neuer Krieg. Niemand spricht davon, jeder weiß davon.“
(Bertolt Brecht, 1953)
Wir wollen davon sprechen und vor allem: nicht tatenlos zusehen.
Erstes Treffen:
Freitag, 19. Februar 2010 um 17 Uhr im SZ Neustadt,
Gebäude A, Delmestraße 141B, 28199 Bremen
Wir freuen uns auf Dich!
Roter Pfeffer Bremen
Angela Kammrad, Nordstr. 367, 28219 Bremen, Tel.: 0421 – 39 52 08
Regine Albrecht, Linienstr. 31, 28203 Bremen, Tel.: 0421 – 769 31

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