| Zur Situation der PM in Schule und GEW von Andrea Köster | |
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| Kurz vor den Sommerferien stellte der Bremer PR-Schulen in Kooperation mit der GEW einen `Ratgeber für Pädagogische MitarbeiterInnen und sozialpädagogische Fachkräfte – Arbeitsplatz Schule´ vor. Schon der sperrige Titel und das Deckblattmotiv lassen ahnen, dass sich dieser Ratgeber an KollegInnen in einem spannungsreichen Arbeitsumfeld wendet.
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| Seit Einführung der Verlässlichen Grundschule (VGS) im Jahre 2000 und der ver-stärken Einrichtung von Ganztagsschulen (GS) auch im Primarbereich sind immer mehr PM im Arbeitsfeld Schule tätig, was eine neue Erfahrung für alle Beteiligten, also Lehrkräfte, Kinder, Eltern, Behörde und nicht zuletzt für die Beschäftigten selbst, bedeutet. Integrierte Betreuungskonzepte und die Notwendigkeit zur interdis-ziplinären Teambildung veränderten in der Regel bestehende Schulkonzepte, was nicht immer ohne Reibungsverluste zu realisieren war. Während zunächst – auch aus Kostengründen - häufig pädagogisch geringer qualifi-zierte KollegInnen eingestellt wurden, ist in den letzten Jahren eine zunehmende Professionalisierung zu beobachten, d.h. dass zumindest die SfBW bei einer Direkt-anstellung auf eine abgeschlossene Berufsausbildung als ErzieherIn immer mehr Wert legt. Bei anderen Beschäftigungsträgern, die zur Kostenreduzierung oft zwi-schengeschaltet werden, setzt dieser Trend erst zeitversetzt ein. Um dieser Entwick-lung Rechung zu tragen und den bereits beschäftigten KollegInnen die Möglichkeit zur weiteren beruflichen Qualifikation zu geben beginnt zur Zeit auf Initiative der `AG Pädagogische MitarbeiterInnen an Schulen´ der GEW Bremen und des PR-Schulen eine zweite, von der SfBW getragene, berufsbegleitende Weiterbildung zur staatlich geprüften ErzieherIn am SZ Neustadt.
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| Damit sind aber noch lange nicht alle Forderungen der seit 2001 bestehenden AG erfüllt. Selbst wenn die GEW zusammen mit der Verdi im gerade abgeschlossenen Tarifkonflikt der KiTa-Beschäftigten auch für die PM Gehaltsverbesserungen erzielen konnte, bleibt es in Bremen bei der nicht zu akzeptierenden Regelung den meisten PM nur 95% des tariflich vorgesehenen Entgelts mit dem Verweis auf die den normalen Urlaubsanspruch übersteigenden Ferienzeiten zu zahlen. Auch Kooperationszeiten (teamintern oder bei anderen Schulveranstaltungen) werden nicht zur wöchentlichen Arbeitszeit gezählt, sondern bleiben dem persönlichen, unentgeltlichen Engagement der KollegInnen anheim gestellt. Eine „100% Bezahlung“, sowie die Anrechnung aller für die Tätigkeit geleisteter Arbeitsstunden inklusive z.B. der Elterngespräche und –abende, der Schulkonferenzen und Feiern sind seit langem Themen in der AG `Pädagogische MitarbeiterInnen in der Schule´. Die allgemeine Wertschätzung der Arbeit lässt sich sicherlich nicht allein durch das Entgelt ausdrücken, aber eine gerechte, den tatsächlichen Arbeitsaufwand und das hohe Engagement der Kolle-gInnen berücksichtigende Bezahlung wäre ein wichtiger Schritt. Ebenso anzustreben ist die gleichberechtigte Einbindung in die internen schulischen Gremien und die Berücksichtung des in Theorie und Praxis erworbenen Fachwissens der PM sowohl bei der Entwicklung von Schulkonzepten als auch bei der Beratung und Begleitung einzelner SchülerInnen. Hier sind noch viele Entwicklungsmöglichkeiten nicht genutzt. Ein deutliches Zeichen aber, dass das Berufsfeld der PM in der Schule angekommen ist, sind sicher die zwei Kolleginnen der GEW-Fraktion im PR-Schulen, die dort ihre Profession vertreten – nicht als Exoten aus einer fremden Welt, sondern als ganz normale Kolleginnen. Sie stehen den Beschäftigten bei Fragen zur Verfügung und beraten oft auch in den Schulen. Der angesprochene Ratgeber kann beim PR-Schulen angefordert werden.
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