zur Startseite
Pfad zur Seite:Startseite - Publikationen - BLZ - BLZ Archiv - BLZ Mai 2006 - 16.05.2005 Was wird aus dem Schulmuseum?

16.05.2005 Was wird aus dem Schulmuseum?

Das Team der Schulgeschichtlichen Sammlung (SGS)
Am 16. März 2006 kam es in der Bildungsdeputation zu einem äußerst ungewöhnlichen Vorgang: Eine vom Bildungssenator schon verschickte Deputationsvorlage, die den Umzug der Schulgeschichtlichen Sammlung in den Überseehafen vorsah, wurde auf Intervention der SPD-Deputieren Ulrike Hövelmann zurückgezogen. Der Hintergrund: Im Rahmen der Schulschließungsplanung soll die Kinderschule das Gebäude in der Lothringer Straße räumen. Als neuer Standort ist die Schule auf der Howisch vorgesehen. Dieses Gebäude ist jedoch seit 20 Jahren Sitz der Schulgeschichtlichen Sammlung. Also soll auch das Schulmuseum umziehen. Nach vielen Vorplanungen schien ein Umzug in die alte Energieleitzentrale im Hafen (neben dem Speicher XI) abgesichert. Und nun verkündete zum Entsetzen aller Beteiligten die bildungspolitische Sprecherin der SPD, sie würde den notwendigen Zuschuss von ca. 100 000 € für den Umzug lieber in den Aufbau einer weiteren Ganztagsschule stecken.
Diese angebliche Alternative ist natürlich völlig willkürlich konstruiert. Allen Bildungspolitikern muss schon lange klar sein, dass ein Schulstandortkarussell auch Umzugskosten nach sich zieht. (Oder sollten sie das wirklich nicht bedacht haben? – Das wäre allerdings noch schlimmer!) Entgegen allen vorherigen Bekundungen wurde nun plötzlich über eine mögliche Schließung des Schulmuseums gesprochen. In der Mai-Deputation soll eine Entscheidung fallen.
Das Team der Schulgeschichtlichen Sammlung hat sich mit einem Aufruf an die Öffentlichkeit gewandt. Die GEW unterstützt diesen Aufruf und fordert alle Kolleginnen und Kollegen auf, sich für den Erhalt des Schulmuseums einzusetzen.
j.b.

Seitenabschnitte:
Liebe Bremer Bürgerinnen und Bürger!
Unterschriftenaktion

 Unterschriftenaktion.pdf
 



Liebe Bremer Bürgerinnen und Bürger!


Die Zukunft der Schulgeschichtlichen Sammlung ist bedroht! Einige PolitikerInnen sprechen gar davon, die einzigartigen Bestände aufzulösen oder sie in einem "kleinen Eckchen" des Focke-Museums verschwinden zu lassen.
Die Schulgeschichtliche Sammlung ist bundesweit eine der größten schulhistorischen Sammlungen und genießt international hohe Anerkennung. Wer dieses Haus betritt, taucht ein in die Geschichte des Lernens, erfährt viel über die Lebensumstände der Kinder, die sich in den alten Schulbänken drängten. Hier werden jedes Jahr weit über zehntausend Besucher betreut; die meisten sind Schülerinnen und Schüler der Bremer Schulen. Im Jahre 2004 waren es beispielsweise 654 Gruppen.
Was bietet die Schulgeschichtliche Sammlung ihren Besucherinnen und Besuchern? Hier laden historische Apparate zum Staunen ein und erzählen etwas über den früheren Physikunterricht. Im Erdbunker kann nachempfunden werden, wie Kinder den Bombenkrieg überstanden. Das Angebot "Julia" vermittelt im szenischen Spiel, wie Kinder und Jugendliche in der Schule der Nazizeit manipuliert wurden. Die Sonderausstellung "Am Roland hing ein Hakenkreuz" wurde in der unteren Rathaushalle wegen großer Nachfrage gleich zweimal gezeigt. In wenigen Wochen besuchten über 30 000 Menschen diese Ausstellung. Reformschulpädagogik, eine große Bibliothek, 6000 Wandbilder, naturwissenschaftliche Apparate, das Hastedt-Foto-Archiv, die Sammlung zu Kindheit und Jugend in der NS-Zeit, das Handarbeitsarchiv.. .
Diese Liste zeigt nur einen Ausschnitt. Die Bedeutung dieser Objekte wird vermittelt mit einer Museumspädagogik, die zum Handeln auffordert und "Begreifen" im Wortsinn möglich macht. Schulklassen, Studentengruppen, Fachkollegen, Seniorengruppen, Kindertagesstätten, Familien, junge wie ältere Menschen - sie alle nutzen diese Einrichtung. Hier setzen sie sich mit vergangener Schulzeit auseinander, ihrer eigenen oder der historischen.
Bitte helfen Sie uns, die Schulgeschichtliche Sammlung zu erhalten als einen Ort, der die Geschichte von Schule, Kindheit und Jugend in Bremen erfahrbar macht!
Wir brauchen Sie und Ihre Unterstützung!

Das Team der Schulgeschichtlichen Sammlung

Unterschriftenaktion

An
Willi Lemke
Senator für Bildung und Wissenschaft Rembertiring 8 - 12
28195 Bremen

Sehr geehrter Herr Senator Lemke,

mit meiner Unterschrift fordere ich Sie nachdrücklich auf, den langfristigen Erhalt der Schulgeschichtlichen Sammlung Bremen mit ihren einzigartigen Sammlungen zur Geschichte von Schule, Kindheit und Jugend in Bremen und mit ihrer überregional und international anerkannten museumsdidaktischen und museumspädagogischen Konzeption abzusichern.

Datum Name Adresse Unterschrift



 Unterschriftenaktion.pdf
 

SucheHilfeEmailSitemap
Suche,Hilfe,Email,Sitemap